Menstruation nach der Geburt

Wiederherstellung des Zyklus nach der Geburt

Nach der Entbindung beginnt bei einer Frau ein Ausfluss aus den Geschlechtswegen, der als Lochien bezeichnet wird. Dies ist Teil der Wiederherstellung des Zyklus nach der Geburt. Sie können in Konsistenz, Farbe und Dauer variieren. Die Lochien erinnern ein wenig an Menstruationsausfluss, aber es ist noch keine Menstruation, deshalb fragen sich viele Frauen: „Wann werden die Monatsblutungen nach der Geburt einsetzen?“.

Lochien sind blutige vaginale Ausflüsse, die unmittelbar nach der Geburt beginnen. Sie bestehen aus Blut, Schleim und beschädigtem Gewebe der Gebärmutter. Ihre Dauer beträgt 4 bis 6 Wochen und endet, wenn die Wundoberfläche der Gebärmutter verheilt ist. Schon bald sollte mit dem Einsetzen der Menstruation gerechnet werden.

Der Menstruationszyklus nach der Geburt hängt ab von:

1) Methode der Kindesfütterung (Stillen, Misch- oder Flaschenernährung);

2) Lebensstil der Mutter (Einhaltung von Schlaf- und Ruhezeiten, richtige ausgewogene Ernährung);

3) und vor allem – der hormonelle Zustand der Frau, denn er ist für das Einsetzen der Menstruation nach der Geburt verantwortlich.

Warum bleibt die Menstruation nach der Geburt aus?

Viele Mütter fragen sich: Warum bekomme ich nach der Geburt keine Menstruation? Alles zu seiner Zeit.

Die Wiederaufnahme des Zyklus nach der Geburt beim Stillen kann nach einigen Monaten des Stillens beginnen oder während der gesamten Stillzeit ausbleiben. Je früher die Mutter die nächtlichen Stillzeiten beendet, desto schneller tritt die Menstruation ein, denn genau nachts wird das Hormon Prolaktin gebildet, das für die Milchproduktion verantwortlich ist.

Im Durchschnitt dauert die Zykluswiederherstellung 1,5-2 Monate, sowohl bei stillenden als auch bei Müttern, die den Säugling mit Nahrungsergänzungsmitteln füttern. Es kann jedoch völlig normal sein, dass die Menstruation zwischen sechs Monaten und anderthalb Jahren ausbleibt. Solange die Mutter das Baby stillt, hat sie in der Regel keine Blutungen, obwohl der Eisprung jeden Monat stattfindet.

Es ist wichtig, Frauen vor einem häufigen Irrtum zu warnen: Viele glauben fälschlicherweise, dass, solange keine regelmäßigen Menstruationszyklen während der Stillzeit auftreten, eine Schwangerschaft unmöglich sei und man sich in Bezug auf Verhütung entspannen könne. Dies ist ein Irrtum. Eine Schwangerschaft tritt nicht aufgrund der Menstruation auf, sondern hängt vom Eisprung ab. Und wann der Eisprung stattfindet, ist nicht einfach zu erkennen. Obwohl bei künstlicher Ernährung die Wiederherstellung des Menstruationszyklus viel schneller erfolgt als bei natürlicher. In dieser Situation kann der Eisprung bereits 1,5 bis 2 Monate nach der Geburt eintreten. Daher ist eine Schwangerschaft noch vor dem Auftreten der ersten Menstruation nach der Geburt möglich.

Norm der Wiederherstellung des Menstruationszyklus nach der Geburt

Im Allgemeinen entspricht das Wiederauftreten der Menstruation nach der Geburt dem normalen Zyklus. Dies ist jedoch nicht immer der Fall, der Zyklus kann sich während der ersten zwei bis drei Menstruationszyklen wieder stabilisieren, so dass eine Verzögerung oder im Gegenteil ein etwas früheres Einsetzen der Menstruation möglich ist. Dies kann als normal angesehen werden. Wenn sich der Menstruationszyklus jedoch nach mehreren Monaten immer noch nicht stabilisiert hat, wird empfohlen, einen Gynäkologen aufzusuchen, um einen Entzündungsprozess und andere Erkrankungen auszuschließen.

Normalerweise dauert die Menstruation 3-7 Tage. Der größte Teil des Blutes wird am 1. und 2. Tag ausgeschieden. Ein bedeutenderer Blutverlust nach der Geburt ist jedoch ebenfalls ein Grund, einen Arzt aufzusuchen.

Die Dauer der Menstruation und die Zeitspanne zwischen ihnen können unterschiedlich sein. Wenn sie jedoch den physiologischen Normen entsprechen, ist das gut.

Die Art der Geburt (natürlich oder Kaiserschnitt) beeinflusst in keiner Weise, wie sich der Menstruationszyklus erholt, sondern hängt eher davon ab, wie die Mutter ihr Kind füttert.

Es kommt vor, dass sich nach der Geburt das Menstruationsverhalten ändern kann. Zum Beispiel, wenn es vor der Geburt Zyklusstörungen gab, kann die Menstruation nach der Geburt regelmäßig auftreten. Wenn die Menstruation früher schmerzhaft war, könnte sie jetzt viel leichter verlaufen. Schmerzsyndrome hängen oft mit einer Biegung der Gebärmutter vor der Geburt zusammen, die den Abfluss des Menstruationsblutes aus der Gebärmutter behindert. Aber mit der Schwangerschaft und nach der Geburt nimmt die Gebärmutter eine physiologischere Position ein, sodass die Schmerzen verschwinden.

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